Das Lackieren mit einem Airless-Spritzgerät ist eine moderne Art, Farbe auf unterschiedlichste Flächen aufzutragen. Das Verfahren nutzt hohen Druck zum Auftragen des Materials und liefert eine hohe Qualität und Optik der Oberfläche bei gleichzeitiger Ersparnis von Zeit und Geld. Kein Wunder, dass Airless-Lackieren sowohl bei professionellen Renovierungsfirmen als auch bei privaten Nutzern immer beliebter wird. Wie lackiert man mit einem Airless-Spritzgerät, um ein überzeugendes Ergebnis zu erzielen?
Wie funktioniert ein Airless-Spritzgerät?
Airless-Spritzgeräte sind Geräte für das Spritzlackieren im Airless-Verfahren. Die Maschinen arbeiten mit einem Hochdruckfluss der Farbe durch die Düse und tragen die Farbe gleichmäßig und genau auf die Fläche auf. Das Herzstück des Systems ist eine Pumpe, die einen Druck von bis zu 230 bar erzeugt. Die Pumpe saugt die Farbe aus dem Behälter und führt sie unter hohem Druck dem Schlauch zu. Anschließend wird die Farbe durch den Hochdruckschlauch zur Farbspritzpistole gefördert, die den Materialfluss steuert und die Farbe auf die Fläche aufträgt. Drückt der Bediener den Abzug der Pistole, fließt die Farbe durch eine kleine Düse und wird in sehr feine Partikel zerstäubt. Die kleinen Farbtropfen bilden auf der gestrichenen Fläche eine gleichmäßige Beschichtung ohne Streifen, Läufer oder andere Mängel.
Welches Airless-Farbspritzgerät wählen? Zur Wahl stehen Kolben- und Membrangeräte. Das Kolben-Spritzgerät nutzt einen Kolbenmechanismus im Pumpenzylinder, um die Farbe mit großer Kraft anzusaugen und auszustoßen. Im Membran-Spritzgerät wird das Material durch eine elastische, vom Motor angetriebene Membran gefördert. Kolben-Spritzgeräte sind für anspruchsvollere Aufgaben und professionelle Einsatzbereiche bestimmt, in denen ein hoher Arbeitsdruck nötig ist oder schwere, dichte Materialien verarbeitet werden. Membran-Spritzgeräte lassen sich gut für einfache Arbeiten mit leichteren Farben einsetzen.
Was ist Airless-Lackieren?
Beim Airless-Lackieren werden feine Farbpartikel durch den hohen Druck zerstäubt, den die Pumpe des Airless-Spritzgeräts erzeugt. Diese moderne Lösung löst herkömmliche Methoden ab, bei denen Flächen mit Pinseln oder Rollen mit Farbe bedeckt werden. Spritzlackieren mit einem Airless-Spritzgerät eignet sich besonders für Arbeiten auf großen Flächen – Wänden, Decken oder Fassaden großer Objekte wie Produktionshallen oder Industrielagern. Dank leistungsstarker Geräte läuft der Lackiervorgang zügig und wirtschaftlich ab. Die fertige Fläche ist frei von Mängeln und muss nicht erneut mit Farbe gedeckt werden, um ein einwandfreies Ergebnis zu erzielen.
Airless-Lackieren – welche Vorteile hat es?
Airless-Lackieren hat eine Reihe von Vorteilen, die sich vor allem auf die Ersparnis von Zeit und Geld konzentrieren. Airless-Farbspritzgeräte für Innenräume und Fassaden sorgen für schnelles und einfaches Arbeiten. Mit modernen Geräten lässt sich in kurzer Zeit eine große Fläche streichen. Zügige Arbeit geht mit Genauigkeit einher. Die Pistole an einem flexiblen Schlauch ermöglicht das problemlose Verteilen der Farbe auf Wänden, Decken und Fassaden sowie an schwer zugänglichen Stellen.
Spritzlackieren gewährleistet außerdem hervorragende Präzision und Qualität und damit eine ansprechende Oberfläche. Die fertige Fläche hat keine Läufer oder Streifen, die ein erneutes Verteilen der Farbe erfordern würden. Das senkt zugleich die Kosten für Farbe und die Arbeitszeit der Bediener.
Weitere Vorteile des Airless-Lackierens hängen mit der Funktionalität der Airless-Farbspritzgeräte zusammen. Einige Maschinen haben zum Beispiel Rollen, mit denen sich das Gerät leicht an die nächste Stelle bringen lässt. Bestimmte Modelle erlauben auch den Anschluss von zwei Pistolen, was die Arbeit der Bediener noch weiter beschleunigt.
Airless-Lackieren ist zudem vielseitig. Die Methode wird zwar häufig zum Verteilen von Farbe auf großen Flächen genutzt, sie eignet sich aber ebenso für kleinere Details wie Möbel oder Zubehör.
Wie lackiert man mit einem Airless-Spritzgerät? Anleitung Schritt für Schritt
Airless-Lackieren ist ein vergleichsweise einfacher Vorgang. Man sollte sich jedoch an die wichtigsten Regeln halten, um optisch das beste Ergebnis zu erzielen. Wie lackiert man mit einem Airless-Spritzgerät?
Vorbereiten der Fläche und Schutz der Umgebung
Vor dem Lackieren mit einem Airless-Spritzgerät sind die zu lackierende Fläche und ihre Umgebung entsprechend vorzubereiten. Falls nötig, sollte die Wand von Staub befreit und mit speziellen Mitteln grundiert werden. Einrichtungsgegenstände sollten mit Schutzfolie abgedeckt werden. Nach Möglichkeit sollte der Raum so vorbereitet werden, dass sich das Airless-Farbspritzgerät leicht darin bewegen lässt.
Vorbereiten des Airless-Spritzgeräts für die Arbeit
Ein wichtiger Schritt beim Airless-Lackieren ist die Wahl der passenden Farbe. Sie muss sowohl zur zu lackierenden Fläche als auch zu den Möglichkeiten des Airless-Spritzgeräts passen. Damit die Arbeiten reibungslos verlaufen, sind die Angaben des Herstellers genau einzuhalten. Bevor die Arbeit beginnt, ist außerdem zu prüfen, ob alle Teile der Maschine richtig angeschlossen sind. Zum Schluss sollte man das Gerät auf einer kleinen Fläche testen, um spätere Nacharbeiten zu vermeiden. Wenn sicher ist, dass die Maschine wie erwartet arbeitet, kann die Farbe auf der vorbereiteten Fläche verteilt werden.
Spritzlackieren der Fläche
Das Spritzlackieren mit einem Airless-Spritzgerät erfordert entsprechendes Wissen, die Tätigkeit ist jedoch auch für Einsteiger leicht zu erlernen. Die Farbspritzpistole sollte in einem Abstand von 15-20 cm von der zu lackierenden Fläche und senkrecht zu ihr gehalten werden. Der Bediener muss darauf achten, dass die Bewegungen gerade und fließend, zugleich aber entschieden sind – die Pistole sollte mit gleichmäßiger Geschwindigkeit geführt werden. Die Lackiertechnik hat entscheidenden Einfluss auf die Optik der lackierten Fläche. Der Einsatz eines Airless-Spritzgeräts ist ein guter Weg, Flächen in jedem Raum präzise und zügig zu lackieren.

